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Die Geschichte der Hängematte

Geschichte der Hängematte

Abbildung 1: Die Geschichte der Hängematte begann in Lateinamerika

Hängematten gelten heute vor allen Dingen in Lateinamerika zu den praktischsten und flexibelsten Alltagsgegenständen, da sie in wenigen Sekunden auf- und abgebaut werden kann. Viele Menschen schlafen tagtäglich in diesen bequemen Matten.

Aber auch in Europa erfreut sich die Hängematte immer größerer Beliebtheit, da sie eine zusätzliche und platzsparende Liegemöglichkeit ist, auf der man entspannen, träumen und sich erholen kann.

Doch wo liegt der Ursprung der Hängematte und wie kam es dazu, dass sie über die ganze Welt verteilt wurde? All dies wird in dem folgenden Artikel über die interessante Geschichte der Hängematte geklärt.


Die Geschichte der Hängematte: Ursprung in Lateinamerika

Über den genauen Ort des Ursprungs liegen keine eindeutigen Fakten vor. Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass die Geschichte der Hängematte bereits vor über 1.000 Jahren begann. Damals sollten die Indios in Süd- und Mittelamerika eine Art Hängematte zum ersten Mal benutzt haben.

Ihren Nutzen fand sie damals als Schlafmöglichkeit, welche vor Ungeziefer auf dem Boden schützen sollte, als auch als Fischernetz tagsüber.

Einen Beweis für den Gebrauch von Hängematten weit vor der Zeit Kolumbus liefert eine aus Golddraht bestehende Votivhängematte. Diese kann man noch heut in dem sogenannten Goldmuseum in Bogotá, Kolumbien, betrachten. Die Datierung dieser Hängematte beläuft sich auf die Zeit 700-1500 nach Christus.

Geschichte der Haengematte

Abbildung 2: Sisal Agave

Dabei war der Stoff der Hängematte nicht immer aus Baumwolle. Zunächst wurde dieser aus der Rinde des Hammock-Baums gesponnen. Später wurden dann die Fasern der Sisal-Agave verwendet, da sie deutlich weicher waren und zudem in größeren Mengen in der Natur vorkamen. Angeblich wurde Baumwolle also Stoff für die Hängematte erstmals vor rund 60 Jahren verwendet.

Aufgrund des stetig steigenden Handels verbreitete sich die Hängematte mit der Zeit immer mehr auf dem amerikanischen Kontinent. Von dort wurden sie dann eines Tages von einem Mann entdeckt, der sie dann mit nach Europa nahm und die Geschichte der Hängematte mitschreiben sollte.


Geschichte der Hängematte: Wie sie nach Europa kam

Zum ersten Mal in Europa wurden die Hängematten durch keinen geringeren als Kolumbus bekannt. Ja genau, der Kolumbus, der auch 1492 zum ersten Mal Amerika entdeckte. Seinen Aufzeichnungen zufolge beschrieb er, „dass die Menschen in Netzen zwischen Bäumen schliefen“. In Lateinamerika war die Hängematte zu diesem Zeitpunkt bereits weitestgehend bekannt.

Kolumbus fand diese Idee, im Freien zwischen Bäumen zu schlafen so interessant, sodass er sie mit nach Europa nahm.

Schiffahrt

Abbildung 3: Die Hängematte fand speziell in der Schifffahrt ihre Anwendung

Den meisten Einsatz fand die Hängematte allerdings nicht an Land, sondern auf dem Meer auf Schiffen. Matrosen erkannten den platzsparenden Vorteil der Hängematten und benutzten sie um sich auszuruhen.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt war die Möglichkeit, ruhig schlafen zu können, da die schwebende Hängematte die rauen Seestürme ausgleichen konnte und so unter anderem eine Seekrankheit vermieden werden konnte. Da jedoch die Hängematten zu dieser Zeit aus undurchlässigem Segeltuch bestanden, schwitzte man darin nicht nur häufig, sie waren auch relativ unbequem.

Später wurden Hängematten ebenso in Gefängnissen und in großen Schlafsälen verwendet, da auch dort Platz gespart werden konnte.


Geschichte der Hängematte: Die Hängematte heute

Mittlerweile ist die Hängematte überall auf der Welt angekommen. Dennoch wird sie hauptsächlich und natürlich aufgrund des Wetters und der Geschichte in Süd- und Lateinamerika verwendet. Meist wird dabei die Zahl derer, die regelmäßig eine Hängematte benutzen, auf 100 Millionen beziffert.

Die Hängematte wird sowohl bei Familien, Reisenden als auch Therapeuten geschätzt und findet dort ihre Anwendung.